Theater "Die Käuze"


Michel aus Lönneberga - weitere Lausbubengeschichten

Kinderstück, nach Astrid Lindgren
geeignet ab 4 Jahren
Regie: Larissa Kaufmann

Beginn: 17:00 Uhr
Dauer: 35 min
Spielzeit: Juni/Juli 2015
Premiere: 19.06.2015
Letztmals am 24.07.2015

Gefördert vom Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst über den
Landesverband Amateurtheater
Baden-Württemberg e.V.


Das Stück ist eine kleine Erweiterung unserer beliebten Produktion „Michel in der Suppenschüssel“. Wir erzählen unseren kleinen Zuschauern Anekdoten des frechen Jungen aus Lönneberga.

Michel lebt mit seiner Familie in Lönneberga, einem Dorf in Schweden und stellt allerlei Unfug an. Einmal steckt er seinen Kopf in die Suppen­schüssel und bekommt ihn nicht mehr heraus. Was man da wohl tun kann? Wie kann man nur Lina helfen ihren Wackelzahn loszuwerden? Was macht man, wenn man Hunger hat und eigentlich im Schuppen eingesperrt ist? Aber Michel hat auch ein gutes Herz und ist ein gescheiter Junge. So gelingt es ihm einen Dieb zu fangen, der schon lange gesucht wurde. Und Michel könnte keiner Fliege etwas zu leide tun.

Diese und weitere Geschichten in einer Kinder-spielen-für-Kinder Produktion.


Pressekritik
BNN Nr. 141 vom 23.06.2015

Zeitloses Vergnügen
Die Käuze zeigen "Michel aus Lönneberga"

Nichts fehlt, sogar die Holzmännchen sind zu sehen, wenn sich auf der Bühne des Theaters „Die Käuze" der Michel austobt: der aus Lönneberga, vom Kattult-Hof in Smaland. Mit viel Engagement, Spaß und Lust am Spiel nahmen die Käuze ihr Publikum mit in das Schweden um die Jahrhundertwende, wobei Szenerie und Ausstattung eher zeitlos waren. Aber das sind die Geschichten von Astrid Lindgren ohnehin. Regisseurin Larissa Kaufmann, die auch für die Dramatisierung des Stoffes verantwortlich ist, hatte sich für die Reihe „Kinder spielen für Kinder" einige der bekanntesten von Michels Streichen herausgesucht und mit Zwischentexten und Erläuterungen versehen. Luisa Cichosch hielt als Erzählerin und Conferencier den Kontakt zu den noch sehr jungen Zuschauerinnen und Zuschauern. In einem Käuze-typisch malerischen und fantasievollen Bühnenbild (Sabine Kaufmann, Doris Fafejta) konnte man dann erleben, wie Michel (Niklas Scheen) seinen Kopf nicht mehr aus der Suppenschüssel bekam, welche Methoden er zum Zähneziehen anwendet und wie sehr die heiratswütige Magd Lina (Tabea Hohmann) hinter dem Knecht Alfred (Anna Martiny) her ist, der wiederum seine Freiheit über alles liebt. Die Figur des Michel wurde sehr eng an das Buch angelegt gestaltet: Michel plant seine Streiche nie wirklich, sondern sie geschehen ihm einfach so. Sogar als er seine Schwester Klein-Ida am Fahnenmast hochzieht, macht er das nur, damit sie die Aussicht bis nach Mariannelund genießen kann, und seine Mutter Alma (Isis Merz) hat insgeheim viel Verständnis für ihren Jungen. Nur der Vater Anton (Elena Andreou) - zumindest die Erwachsenen im Publikum werden seinen „Miiiichel"-Schrei aus der Verfilmung in den Ohren gehabt haben - wurde etwas entschärft dargestellt.
Insbesondere die Jahrmarktszenen, in der sich Puppenspieler, Akrobatinnen Clowns und Gewichtheber tummeln hatten einigen Schauwert. Das sorgte beim kleinen Publikum für großes Staunen und außerdem dafür, dass auch wirklich jeder des über 20 Köpfe starken Kinder-spielen-für-Kinder-Ensembles einen Auftritt bekam. Wer für etwas kleinere Kinder - das Stück ist ab vier Jahren empfohlen - ein passendes Theaterstück sucht, der macht mit dem „Michel aus Lönneberga" der Käuze keinen Fehler.

Jens Wehn