Der Fremde Gast (erstes Stück)

Die Hochmütigen (1973)

 

Theater "Die Käuze" - 40 Jahre Theater "Die Käuze"


40 Jahre Theater "Die Käuze"

Die Geburtsstunde schlug am 27.Oktober 1967

Seit der Gründung 1967 verkörperte das Theater „Die Käuze“ eine Interessengemeinschaft, die sich bemühte, überbrachtes Kulturgut zu pflegen, sich mit zeitgenössischem Schaffen auseinanderzusetzen und sich für die Integration aller Mitglieder einzusetzen.
So zumindest stand es auf den Fahnen einer kleinen Gruppe junger Menschen, die zusammenkamen, um nicht nur auf einem Jugendlager und Elternabend Stücke zu spielen, sondern die Interesse hatten, auch über das Jahr Angebote an die Öffentlichkeit zu machen.
Eine Idee war geboren, der Name, Stadtteil bezogen (es gibt in der Waldstadt noch heute Käuze zu hören), gefunden. Darüber hinaus verband man gerne griechische Mythologie (Eule als Sinnbild der Weisheit) mit der praktischen Umsetzung auf den Brettern, die nunmehr die Welt bedeuteten.

Ein Ensemble und die Wurzeln

Aus den Anfängen wurde bald ein festes Ensemble, dessen Wurzeln in allen Berufsschichten zu finden waren. Aus den Kinderschuhen entwachsen, war bald nur noch wenigen bekannt, wie alles einmal angefangen hatte. Die Zielsetzungen sind allerdings bis heute geblieben.
Aus einem jungen Theater wurde ein semiprofessionelles Ensemble, das sich durch viel Eigenarbeit, so u.a. durch Schulungen, Sprach- und Improvisationsübungen, sowie entsprechenden Lernprozessen weitergebildet hat.

Wachsen mit den Aufgaben
Kinder- und Jugendarbeit

Mit dem Wachsen  und dem Arbeitsanfall entstanden parallel weitere Aufgaben. So wurde schon 1968 in den Planungen eine Kinder- und Jugendabteilung miteinbezogen; quasi als Fundament, doch in erster Linie als Aufgabe, Kinder und junge Menschen an das Theater heranzuführen, sie zu integrieren und auf eine Stufe mit Erwachsenen zu stellen.
Im Theater „Die Käuze“ ist der Bereich Jugendarbeit bis heute nicht irgendwo am Rande angesiedelt. Kinder brauchen Theater und zwar nicht nur, weil sie die Besucher von morgen sind. Sie sind heute phantasiebegabte Theatergänger, die morgen tolerante und selbstbewusste Mitglieder der Gesellschaft sein werden. Die Grundlagen der Jugendarbeit sind der konstante Einsatz, feste Bezugspersonen und ein ausgearbeitetes bewährtes Konzept. Wie gesagt, die Jungkäuze (Namensgebung 1968) zwischen sechs und sechzehn Jahren stehen gleichberechtigt neben den Erwachsenen auf der Bühne.
Die Kinder und Jugendliche entwickeln dadurch Selbstbewusstsein, sie erleben Gemeinschaft und sind stolz auf die eigenen Leistungen. Sie haben das Gefühl ernst genommen zu werden und erleben eine sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit.
So wird Jugendarbeit zur Sozialarbeit im eigentlichen Sinne.

Erwachsenen,- Kinder- und Jugendtheater – 40 Jahre lebendiges Theater.

Es würde den Rahmen sprengen, wollte man  hier weitere Einzelheiten der Gesamt - Entwicklung und die vielen Hitlights anführen.

So mögen einige Gedanken den Sinn unserer Theatergemeinschaft erläutern.
Das Theaterspiel fördert die schöpferische Entwicklung des Menschen und macht ihn dadurch erlebnisfähiger. Gerade in der heutigen Zivilisation ist der musisch - kreative Bereich in seiner Bedeutung und Wichtigkeit nicht zu unterschätzen. Im Spiel findet der Mensch mit all seinen Fehlern und Schwächen, Kräften und Vorzügen, die er hat, zu sich selbst...und er hat die Aufgabe, diese Erkenntnisse weiterzugeben, dem Zuschauer näherzubringen.

Zwischen gestern und morgen

„Es ist das Menschliche am Menschen, das Bewusstsein in der Zeit zu leben, die wir alle zu bestehen, zu formen und zu verantworten haben, die uns aber auch mitzieht in ihren Strom, unerbittlich zu Enttäuschungen und zu freudigen Überraschungen“.

 

Die Liebenden in der
Untergrundbahn (1981)

Arsen und Spitzenhäubchen (1992)